Muss man Mandelmehl vor der Verwendung immer sieben?
Für Macarons unbedingt – selbst extrafeines Mandelmehl kann durch die Lagerung leicht verklumpen. Für Financiers und Frangipane wird das Sieben empfohlen, ist aber weniger entscheidend, da die Hitze beim Backen Unebenheiten ausgleicht.
Was ist der Unterschied zwischen extrafeinem und standardmäßigem Mandelmehl?
Die extrafeine Körnung wird beim Mahlen durch ein feineres Sieb gesiebt – die Partikel sind kleiner und gleichmäßiger. In der Praxis: glattere Macaron-Schalen, klumpenfreie Verarbeitung in Cremes und eine leichtere Textur bei Dacquoise. Standardmehl eignet sich für Zubereitungen, bei denen das Oberflächenbild weniger wichtig ist.
Wie bewahrt man Mandelmehl nach dem Öffnen auf?
In einem luftdichten Glas oder einem wiederverschließbaren Beutel an einem kühlen, trockenen Ort lagern, idealerweise bei 10–12 °C. Die natürlichen Fette der Mandeln (52,5 g/100 g) werden durch Wärme- und Lichteinwirkung ranzig. Nach dem Öffnen innerhalb von 2–3 Monaten verbrauchen, um das Aroma zu bewahren.
Kann man Mandelmehl bei Financiers durch Haselnussmehl ersetzen?
Ja – dasselbe Verhältnis, ein leichter Unterschied in der Textur (Haselnüsse sind fettreicher) und im Aroma (stärker geröstet). Haselnuss-Financiers sind weniger klassisch, erfreuen sich aber großer Beliebtheit, insbesondere in Kombination mit Zartbitterschokolade oder Praliné.